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Naturheilpraxis
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Naturheilpraxis

Nicht jeder Mensch sucht gleich einen Arzt auf, wenn der Hals kratzt oder die Nase läuft. Manche greifen erst einmal auf Omas Hausmittel, die auch Volksmedizin genannt werden, zurück. Durch die Anwendung einiger dieser Hausmittel können aber auch schwerwiegendere Krankheiten wie chronische Krankheiten und Hautkrankheiten verbessert oder sogar geheilt werden. Die Volksmedizin ist auf der ganzen Welt verbreitet. Sie gibt es schon seit Jahrtausenden und ihre Erfahrungen werden von Generation zu Generation weiter gegeben. Die Naturheilkunde sowie Therapien sind Methoden, die lediglich von der Natur stammen und keine weiteren chemischen Präparate benötigen. Die wichtigen Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente der Natur geben einen Rundumschutz für den Körper gegen viele Krankheiten. Die Naturheilkunde fand bereits Anwendung im früheren Mittelalter. Die bekannteste Naturheilerin dieser Zeitepoche war Hildegard von Bingen, eine Tochter eines berühmten Grafen aus Rheinhessen, die sich mit verschiedenen Krankheiten auseinander setzte. Weiterhin sammelte und studierte sie Heilpflanzen und Kräuter, um die Wirkung deren auf die verschiedensten Krankheiten zu erproben. Es kamen nicht nur Heilpflanzen und Kräuter bei ihr zum Einsatz, sondern sie verwendete auch Mineralien und Edelsteine. Sie fand auch heraus, dass die Ernährung und die Bewegung in freier Natur eine bedeutende Rolle für den Heilprozess spielt. Ein weiterer Vertreter der Naturheilkunde ist Paracelsus, der ebenfalls die Wirkung der Heilkräuter untersuchte und deren Wirkstoffe zum Einsatz brachte.

Heilpflanzen aus der Naturheilpraxis


Die wohl bekanntesten Natur Heilpflanzen, von denen sicherlich schon jeder gehört hat, sind unteren anderen: Thymian, Dill, Anis, Brennnessel, Mistel, Schafgarbe, Wermut, Kamille, Salbei und Melisse.

Thymian: Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis, Keuchhusten
Dill : geringe Verdauungsbeschwerden (Blähungen)
Anis: medizinische Bäder
Brennnessel: Arthrose, gutartige Vergrößerung der Prostata (Beschwerden beim Wasserlassen)
Mistel: leichte Fälle von Bluthochdruck, Kreislaufunterstützung, Krebsheilverfahren
Schafgarbe: leichte krampfartige Magen- und Darmbeschwerden
Wermut: chronisch entzündliche Darmerkrankung
Kamille: Entzündungen von Haut und Schleimhaut (Mund, Darm, Genitalbereich)
Salbei: Schweißbildung
Melisse: nervös bedingte Einschlafstörungen

Naturheiltherapien in der Naturheilpraxis

Die Naturheiltherapien unterteilt man in die Naturheilverfahren und Alternativheilverfahren. Bei den Naturheilverfahren spielen Luft (Atemtherapie), Licht (Sonnentherapie), Wasser ((Wickeltherapie) und (Badetherapie, bei der dem Wasser Jod, Schwefel oder andere Zusätze beigefügt werden)) , Heilpflanzen, Ernährung (Ernährungs- und Fastentherapie, Diättherapie) und Bewegung eine wichtige Rolle. Zu den Alternativheilverfahren gehören die Akupunktur, Massagen, chinesische Medizin, das Yoga und die Blutegel- und Schlangentherapien. Weiterhin zählt man das Auflegen von Heilsteinen dazu. Dabei findet der Amethyst, Mondstein, Tigerauge und Bernstein seine Anwendung. Sie sind hilfreich bei der Behandlung von Kopfschmerzen, Magen-Darmproblemen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum und Muskel- und Knochenerkrankungen.